Schadet Patent-Strategie der Krankenkassen dem Biosimilar-Markt?

BiosimilarsBiosimilars — Nachbauten von Biopharmazeutika, die nach Ablauf der Patentzeit des Originalwirkstoffs zugelassen werden — stehen im Fokus einer vom Europäischen Generikaverband (EGA) beauftragten Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Diese ist zu dem Ergebnis gekommen, dass der Markt der Biosimilars gefährdet sein könnte, wenn die Krankenkassen auf den Patentablauf bei Biosimilars ähnlich reagieren wie bei Medikamenten. Dort  schließen einige der Kassen Rabattverträge mit Herstellern ab, kurz bevor deren Patente für Originalmedikamente ablaufen.  Generika haben so eine geringere Chance, sich auf dem Markt zu etablieren.

Patente mit 2,8 Milliarden Euro Jahresumsatz laufen bis 2018 aus 

 

Als eine mögliche Konsequenz sieht die GfK außerdem die Schwächung des Wirtschaftsstandorts Deutschland, da die Entwicklung von Biosimilars für Biopharmaka-Patente mit einem Jahresumsatz von insgesamt 2,8 Milliarden Euro, die bis 2018 ablaufen werden,  gehemmt würde.

Hier finden Sie die komplette Studie “Factors Supporting a Sustainable European Biosimilar Medicines Market” zum kostenlosen Download.

Kann eine „Ambulantisierung” der Medizin den Kostenanstieg mildern? – ZI veröffentlicht Studie

Studie Ambulante VersorgungUnter dem Titel “Arbeitsteilung zwischen ambulanter und stationärer Versorgung” hat das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland (ZI) in einer Studie untersucht, ob man den durch den demographischen Wandel erwarteten Kostenanstieg in der medizinischen Versorgung mildern könnte, indem man das Potenzial der ambulanten Versorgung in Deutschland stärker ausschöpfe. 

Im Zuge der Studie ermittelte das ZI zunächste die 5% der Kreisregionen mit dem höchsten ambulanten Versorgungspotential. Im nächsten Schritt wurde mittels einer einfachen Simulationsrechnung ermittelt, welche Ausgabeneffekte im Jahr 2020 erwartet werden dürften, wenn in allen Kreisregionen die ambulant-stationäre Arbeitsteilung der „Best-Practice-Regionen“ realisiert wäre.  

 Laden Sie sich die Ergebnisse der ZI-Studie “Arbeitsteilung zwischen ambulanter und stationärer Versorgung” hier herunter.

Wirtschaftlicher Druck in Kliniken – Nicht erforderliche Eingriffe treffen auf dünne Personaldecken

Studie Krankenhausfinanzierung

Der Moderator der Handelsblatt Jahrestagung Health Prof. Dr. Jürgen Wasem und der Lehrstuhl für Medizinmanagement der Universität Duisburg-Essen veröffentlichen in ihrer Studie “Umgang mit Mittelknappheit im Krankenhaus”, inwieweit sich der hohe wirtschaftliche Druck an den deutschen Krankenhäusern auch auf die Patientenversorgung auswirkt:

 39 Prozent der Chefärzte sind der Meinung, in ihren Häusern komme es aus ökonomischen Gründen vermehrt zu “nicht erforderlichen Eingriffen”. Gleichzeitig sehen über 80 Prozent der befragten Pflegedirektoren eine viel zu dünne Personaldecke als ein Hauptproblem in den Kliniken. 

In der Handelsblatt-Ausgabe vom 8. September bringt Matthias Mohrmann, Vorstand der AOK Rheinland, die Ergebnisse der Studie zynisch, aber treffend auf den Punkt: “Die Patienten werden sehr gerne von den Kliniken aufgenommen, finden dann aber niemanden vor, der sich um ihre Bedürfnisse kümmert.” 

 Laden Sie Sich hier die komplette Studie “Umgang mit Mittelknappheit im Krankenhaus” herunter.

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Bessere Therapieerfolge für Patienten: Neben Medikamenten sind optimal vernetzte Behandlungsprozesse gefragt

Demografische Entwicklung und der an sich positive medizinische Fortschritt setzen unser Gesundheitssystem unter Druck. Aber es gibt auch Potential in der deutschen Versorgungslandschaft. Dies gilt es zu heben, um uns allen langfristig eine gute Versorgung zu sichern.

Auf dem Weg zu einem Gesundheitssystem, das fit für die Zukunft ist, geht kein Weg an Qualität und Effizienz vorbei. Es reicht nicht, dass jeder für sich versucht, Prozesse zu optimieren. Wenn aber Ärzte, Pflegepersonal, Krankenhäuser, Pharmaindustrie und andere Beteiligten ihre Kompetenzen bündeln, davon bin ich überzeugt, kommen wir  weiter, als wenn wir einzeln agieren. 

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Jeder dritte Arbeitnehmer ist chronisch krank: Umdenken erforderlich

abbvie

Schätzungen zufolge leidet bereits heute ein Drittel aller Erwerbstätigen in Deutschland unter chronischen Erkrankungen. Diese Situation wird sich durch den demografischen Wandel in Zukunft noch weiter verschärfen. Ein Problem dabei: Viele Betroffene verschweigen ihren Zustand gegenüber dem Arbeitgeber, aus Angst vor negativen Konsequenzen. Das Schweigen kann jedoch nachteilig für alle Beteiligten sein. Der Betroffene leidet beispielsweise unter Fehl- und Überbelastungen, weil Kollegen und Vorgesetzte keine Rücksicht nehmen können. Dem Arbeitgeber ist zudem die Chance genommen, sich mit der Schaffung integrativer Rahmenbedingungen auf die individuellen Bedürfnisse des Mitarbeiters einzustellen.

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